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Säure-Basen-Haushalt
Säure-Basen-Haushalt
Die Versorgung mit Mineralstoffen u. Spurenelementen ist für unsere Gesundheit von großer Bedeutung. Bei nicht ausreichender Versorgung kann es zu Störungen im Säure-Basen-Gleichgewicht, Mangelerscheinungen od. ernsthaften Erkrankungen kommen.
Das Säure-Basen-Gleichgewicht ist Voraussetzung für alle Stoffwechselfunktionen und somit auch zur Erhaltung unserer Gesundheit.

Der pH-Wert gibt uns Auskunft über den Verdünnungsgrad der freien Wasserstoff-Ionen. Je höher die Zahl, umso verdünnter die Säure, umso weniger sauer ist demnach die Lösung.
Der pH-Wert reicht von 0 bis 14; 0 steht für total sauer, 14 für völlig basisch.
Der neutrale pH-Wert für mehrfach destilliertes Wasser liegt bei 7,0 - für jede andere Lösung wird ein Konstante zur Hilfe genommen, der so genannte pK-Wert. Der pK-Wert des menschlichen Blutes beträgt 6,1 – bei diesem Verhältnis wären Säuren u. Basen ausgeglichen.

Diverse pH-Werte von Körperflüssigkeiten:
Blut 7,37-7,43
Magensaft 1,2 - 3,0
Speichel ca. 7,0
Leber-/Gallenflüssigkeit ca. 7,1
Bauchspeicheldrüsensekret 8,0
Harn 5,6 - 7,0
Samenflüssigkeit 7,5 - 8,0
Fruchtwasser von Schwangeren 7,9

Alle Körperflüssigkeiten mit Ausnahme der Magenflüssigkeit sind basisch - oder sollten es sein. Der pH-Wert ist niemals statisch. Er verändert sich laufend. Der Körper ist ständig bemüht, den pH-Wert konstant zu halten. Ist die Nahrung zu säurehaltig, geben die Nieren Ammoniak an das System ab, um die Säuren auszugleichen.
Man sollte erst feststellen, ob der eigene Körper bereits von der Übersäuerung betroffen ist. Bei einer Übersäuerung zieht der Körper Magnesium, Calcium und Kalium usw. aus den Mineralstoffdepots, wie Haut, Nägel, Knochen, Haare, Blut, Knorpel usw.

Prüfung:
1. Bin ich frei von chronischen Krankheiten?
2. Habe ich glänzendes, schwungvolles Haar?
3. Sind meine Nägel glatt, glänzend und fest?
4. Fühle ich mich nach dem Schlafen erfrischt?
5. Sind meine Körperausdünstungen angenehm?
6. Ist meine Schweißbildung angemessen zu meiner körperlichen Aktivität?
7. Fühle ich mich überwiegend gesund und vital?

Wenn Sie alle Fragen mit "ja" beantwortet haben, dann befindet sich Ihr Organismus im Säuren-Basen-Gleichgewicht.
Einen "chemischen" Test können sie zu Hause mittels Indikatorpapier durchführen (in der Apotheke erhältlich). Dazu überprüft man den pH-Wert im Urin am besten 3x täglich: Nach dem Aufstehen, ca. 15:00 Uhr und nochmal ca. 21:00 Uhr.

Idealerweise sollte sich der Morgen-pH-Wert zwischen 6,2 und 7,0 bewegen, nachmittags bei ca. 7,0 und um 21:00 Uhr sollte der Wert zwischen 7,0 und 7,4 liegen.
Eine Überprüfung dieser Werte einen Monat lang bringt Aufschluss über den eigenen Säure-Basen-Status.

Dabei ist noch etwas zu beachten:
Wenn der pH-Wert bei jedem Test bei 7,5 oder höher liegt, dann ist von einer kompletten Übersäuerung auszugehen. Das liegt an dem Versuch des Körpers, den hohen Säurengehalt im Körper durch Ammoniakfreisetzung der Nieren zu neutralisieren. Also bei solchen Werten nicht freuen über den neutralen oder fast basischen Charakter, sondern Ernährung und Lebensweise ab sofort umstellen.

Was kann man tun, um den Körper wieder in Balance zu bringen? Es gibt hier drei "Standbeine", die helfen können:

1. Luft
2. Wasser
3. Nahrung

Luft:
Hierunter zählen u. a. folgende Aspekte...
- täglich an der frischen Luft bewegen (ausgeglichen)
- Nasenatmung (auch bei Anstrengung nicht durch den offenen Mund atmen)
- tiefe Atmung bevorzugen (und auf langes Ausatmen achten)
- nicht oft ärgern oder ärgern lassen, lieber mal lächeln
- sich auch über Kleinigkeiten freuen
- viel Lachen (dann ist auch die Durchblutung und Sauerstoffversorgung optimal)
- nie verspannt oder wütend ins Bett gehen, vorher die Situation bereinigen
- bei Möglichkeit: 2x Saunabesuch pro Monat
- luftige Kleidung aus natürlichen Materialien tragen

Wasser:
- 2 Liter Quellwasser trinken pro Tag
- Baden im Meer, Süßwasserseen, Bächen oder basischen Heilquellen (Schwimmbäder sind durch Chlorzugaben zu sauer)
- je kälter das Wasser, um so besser wird die Hautatmung angeregt (nach Seb. Kneipp).
- regelmäßig basische Getränke zuführen (wie frisch gepreßte Obst- und Gemüsesäfte)
- mindestens 60% wasserhaltige Nahrung (Gemüse, Obst, Suppen) zu sich nehmen

Nahrung:
- zwischen den Mahlzeiten sollte genügend Zeit liegen, damit die Verdauung abgeschlossen ist (bei Obst ca. 20 - 30 min., bei Kohlenhydraten 2 Stunden und Eiweiße sowie Fette brauchen ca. 4 - 6 Stunden)
- auf die beste Kombination von Nahrungsmitteln achten
- gut u. langsam kauen (denn der Speichel ist basisch)
- um vorwiegend basische u. basenbildende Nahrungsmittel bemühen
-Trinken nur bis 10 Minuten vor dem Essen, dann erst wieder ca. 1 Stunde danach, um die Verdauungssäfte nicht zu verdünnen
- in ausgeruhtem Zustand essen
- abends möglichst wenig oder gar nichts mehr essen

verboten sind oder sollten sein:
- unreife Früchte oder nachgereifte Tomaten
- Limonaden, Cola, Mischsäfte (außer frisch gepresster Frucht-oder Gemüsesaft)
- Kaffee, Schwarztee, Alkohol, Kakao, Zigaretten, ...
- raffinierter Zucker
- Produkte aus raffiniertem Mehl
- div. Brot: Sauerteig-, Mehrkorn-, Fünfkornbrot, rohes Getreide (bspw. in Müsli)
- Magarine oder gehärtete Fette
- säurehaltige Tees: Malve, Apfel, Pfefferminze (hier nur auf die Menge achten und mit Kräutertee abwechseln!)
- kohlensäurehaltige Getränke

erlaubt sind:
- basische Tees: Fenchel, Nessel, Lindenblüten, Anis, Löwenzahn, Birkenblätter, Brombeerblüten, Salbei, Thymian, Weißdorn (Achtung: alle diese Sorten haben auch eine medizinische Wirkung - deshalb nicht auf 1 oder 2 Sorten beschränken)
- Eier (nicht älter als 10 Tage)
- Milch (wenn möglich: frisch - am besten Ziegenmilch)
- reife Früchte (Achtung! Bei folgenden Früchten nur in Maßen: Zitrusfrüchte, Rhababer, Wildkirschen, saure Äpfel, Stachelbeeren, Rosinen)
- Gemüse: (sehr gut: Karotten, Fenchel-Knollen, rote Beete, Kürbis, grüne Bohnen)
- Fleisch: Lamm, organisches Fleisch od. Wurst (wenig)
- Fisch
- Käse: am besten aus Schafsmilch od. Ziegenmilch
- Brot: Vollwertbrot aus einer Sorte Getreide (Roggen-, Dinkelbrot)
- Salate: ohne Essig
- Gewürze

Interessant ist auch noch, welche Speisen am besten miteinander kombiniert werden sollten, um die Wirkung nicht aufzuheben.

Es passen zu folgenden Lebensmitteln (jeweils nur ein Anstrich)
Gemüse:
- Fleisch, Fisch, Eier, Käse
- Stärkeprodukte (Kartoffeln, Nudeln, Reis, Getreide )
- Öle

Fleisch/Fisch:
- alle Gemüse (ohne Öl)

süße Früchte (verschiedene Sorten):
- Milchprodukte

saure Früchte (eine Sorte):
- alle ungesalzenen Nüsse

Nüsse:
- alle sauren Früchte

Milch:
-am besten allein, sonst süße Früchte od. Stärkeprodukte

Stärkeprodukte:
- alle Gemüse

Öle, Fette:
- Stärkeprodukte,
- alle Gemüse

Das sind jetzt viele Informationen, die neu erscheinen, aber gar nicht so neu sind. Besinnen wir uns doch einfach darauf, wie und was wir früher gegessen haben. An vieles wird man sich zurückerinnern können...

Reihenfolge beim Essen:
Vorm Essen wäre Bewegung gut, um genügend Sauerstoff für die Verdauung bereitszustellen.
1. Man beginnt mit Trinken, um die Verdauungsorgane auf die bevorstehende Verdauung vorzubereiten.
2. Weiter geht es mit frischen Früchten, diese brauchen ca. 15 Minuten, um verdaut zu sein.
3. Nach diesen 15 Minuten kann die feste Nahrung zu sich genommen werden. Bitte denken Sie an langsames Essen und gründliches Kauen (eine gute Vorarbeit für den Magen)
Trinken während das Essens und bis ca. 1 Stunde danach sollten unterlassen werden.

Was hebt nun eine Übersäuerung im Körper auf?
Es gibt u. a. verschiedene Möglichkeiten, den Körper vor Übersäuerung zu schützen.

1. Eine überwiegend basische Ernährung
2. Eine Zuführung von Basen (Knoblauch-Kur, Bullrichs-Vital-Salz, Bierhefeflocken, Urbase, Basica ...)
3. Schüßler-Salze
4. Mineralien in kolloidaler Form (Bio-Kräuter, Kräuter- tees, Steinsalz, Himalaya-Salz,...)
5. Basen- od. Mineral-Infusionen
6. F.X.Mayr Kur: (Milch und altbackene Semmeln)
7. Zitronenkur (Zitronen sind die einzigen Citrusfrüchte, die basenbildend auf unseren Körper reagieren)
8. Kartoffelkur (ebenfalls basenbildend)

Sie können sich gerne auch bei „Entsäuern, aber richtig!“ weiterführend informieren.

Bitte bedenken Sie, dass diese Maßnahmen kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung sind, sondern nur im Akutfall den Säureüberschuss im Körper abbauen.

Achten Sie auf Ihre Gesundheit. Viel Spaß dabei.

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© fit & vital - Elke Awdshiew